Der Start der Bauteilebörse
Unsere Idee
Durch private und gewerbliche Bautätigkeiten werden Unsummen von Ressourcen verbraucht. Bei Sanierungen und Abrissen werden diese Ressourcen nur zu einem geringen Teil wieder genutzt. Meist landen sie in Entsorgungsdeponien, als Rohstoffe oder Bauteile sind sie dann verloren. Dabei sind viele Bauteile wiederverwendbar. Auch in der Bauwirtschaft ist Kreislaufwirtschaft machbar! Einzelne Bauteile können teilweise mit wenig Aufwand wiederverwendet werden. Ein wichtiger Baustein dafür ist der Aufbau regionaler Bauteil-Vermittlungs-Konzepte; in diesem Sinne bauen wir eine Bauteilbörse im Werra-Meissner-Kreis auf. Auch unsere Werkstätten für Menschen mit Behinderung können dazu ihren Teil beitragen. Hier können alte Bauteile beispielweise mit unserer Sandstrahlanlage bearbeitet und erneuert werden oder sie können eine Wiederverwertung als Up-Cycling-Produkte finden. In der Bauteilbörse können diese Produkte dann wieder in den Wirtschaftskreislauf eingebracht werden.
Unser Weg
Seit Februar 2025 haben wir zur Projektkoordination eine Stelle besetzt. Unser erstes Etappenziel auf dem Weg zum Aufbau einer hier ansässigen Bauteilbörse ist die Schaffung eines Netzwerks und die Gründung eines Vereins. Dies wird bis Ende 2025 gelingen. Aktuell beteiligen sich dabei der Werra-Meissner-Kreis, die Werraland Lebenswelten in Eschwege, die Werkstatt für junge Menschen, das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft, der Verein für Regionalentwicklung sowie das Eschweger Gebrauchtwarenzentrum, daneben auch schon einzelne Kommunen. Gleichzeitig sind wir aktuell auf der Suche nach einem geeigneten Raum sowie nach Fördermitteln zur Anschubfinanzierung. Den Aufbau und die Etablierung unserer Bauteilbörse denken wir als mehrjähriges Unterfangen.
Unser Konzept
Das Projekt Bauteilbörse beziehungsweise der Verein Bauteilbörse Werra-Meißner e.V. verknüpft das Handlungsfeld Klima- und Umweltschutz mit Fragen der Sozialraumorientierung. Im gemeinnützigen und nachhaltigen Sinne unseres Vorhabens ist die aufzubauende Bauteilbörse als Ort der Bildung, Ausbildung und Qualifikation, Teilhabe und Integration einerseits, sowie andererseits als Ort des praktischen Umwelt- und Ressourcenschutzes zu denken. Parallel denken wir den Verein als Knotenpunkt für Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft.
Der zu schaffende (analoge) Raum Bauteilbörse versteht sich als Lager für (gebrauchte) Bauteile respektive Materialien, die für eine Wiederverwertung oder Wiederverwendung zur Verfügung gestellt werden können. Er ist ein Fundus von Materialien über Rohmaterial wie Steine und Hölzer bis hin zu (historischen) Türen oder Möbelteilen. Dieser Fundus steht für den Verkauf an Privatpersonen (und ggf. Handwerker) bereit. Das eingelagerte Material kann aber auch Verwendung an eigenen Werkstattstandorten, Tagesstätten oder Tagesförderstätten finden (bspw. Für Up-Cycling-Projekte oder künstlerische Arbeiten).
Die Bauteilbörse wird sowohl analog als auch digital bewirtschaftet. Der digitale Raum ist ein Verzeichnis oder online-Katalog aller vorhandenen Werkstoffe. Er dient als Präsentationsraum für Werkstoffe, Materialien und bearbeitete Objekte.
Daneben dient er als Homepage der Präsentation der Vereinsaufgaben. Des Weiteren werden Termine zu aktuellen Veranstaltungen wie Exkursionen, Workshops oder Mitgliederversammlungen veröffentlicht.
Darüber hinaus lässt sich ein Verzeichnis von geplanten (Bau- oder Abriss-)Projekten denken, was es ermöglichen soll im Sinn zirkulärer Bauprojekte Bauwillige miteinander in Kontakt zu bringen.
In einfacher Sprache
Der Verein Aufwind baut eine Börse für Bauteile auf. Ein Mann hat zum Jahresanfang eine Stelle besetzt. Er hat geschrieben, was es alles geben soll. Auch hat er schon viele Menschen zusammengebracht. Das nennt man ein „Netzwerk aufgebaut“. Aktuell wird ein neuer Verein gegründet und ein Raum als Lager gebrauchter Bauteile aufgebaut.
