Lotta Landmilch jetzt auch in Eschwege!

 

Frische Milch direkt vom Bauernhof der Familie Rautenkranz gibt es seit letzter Woche im Tegut-Lädchen in Eschwege.

Eschwege. Frische Milch vom Hof Rautenkranz in Schemmern bekommt man seit letzter Woche im Tegut Lädchen in der Straße Wendische Mark. „Lotta Landmilch“ heißt das Projekt der Landwirts-Familie Rautenkranz, die inzwischen ihren dritten Automaten aufgestellt haben.

2000 Liter frische Milch pro Tag

85 schwarzbunte Milchkühe, und Lotta, die Namensgeberin leben auf dem Hof und produzieren pro Tag etwa 2.000 Liter Milch. Einen Teil der Menge vermarktet die Familie Rautenkranz direkt. Die gentechnikfreie Milch wird schonend pasteurisiert und nicht homogenisiert und hat einen natürlichen Fettgehalt von etwa 3,8 Prozent. Sie wird mit dem Lottamobil (Kühlauto) zu den regionalen Kunden und zu den Milchautomaten in Witzenhausen, Sontra und Eschwege gefahren.

Direktvermarktung als zusätzliches Standbein

„In Eschwege liefern wir jetzt auch an das Eiscafé Del Puppo am Markt“, berichtet Nina Rautenkranz. Im Tegut-Lädchen kann sich der Kunde die Milch selber „zapfen“ und dabei entweder ein mitgebrachtes Gefäß verwenden, oder eine Glasflasche kaufen, die am Milchautomaten angeboten wird. Eine besondere Idee sind Milcheis, Vanillepudding und Grießbrei als Direktmischung in der Flasche und zum Mitnehmen. Außer Milch gibt es an dem Automaten auch Himbeer- und Kakaopulver, das gleich zu einer frischen Milch-Zwischenmahlzeit gemischt werden kann.

Projekt von Land(auf)Schwung

Möglich wurde diese neue Vermarktungsweise durch das Projekt „Land(auf)Schwung“, das durch den Verein für Regionalentwicklung betreut wird. Der Bau der Molkerei auf dem Hof, die Anschaffung des Lottamobils und die Milchautomaten werden mit einem Zuschuss aus dem Projekt finanziert. Bei einem Verkaufspreis von 1,20 Euro im Gegensatz zu 0,35 Euro über die Molkerei, kann sich die Direktvermarktung rechnen, auch wenn noch erheblich Kosten für den Landwirt zusammen kommen, die dazu führen, dass er weit weniger als 1,20 Euro erwirtschaften kann.

Positives Feedback der Kunden

„Wir bekommen durch die Milchautomaten viel positives Feedback von unseren Kunden und haben uns sehr gefreut, als Aufwind (der Betreiber des Tegut-Lädchens in der Eschweger Innenstadt, Anm. der Redaktion) auf uns zugekommen ist“, berichtet Nina Rautenkranz.

Für Rolf Eckhard vom Verein?Aufwind passt „Lotta“ perfekt ins Konzept. „Wir haben inzwischen 32 lokale Partner in unseren Lädchen, das ist uns wichtig und deshalb sind wir auf Familie Rautenkranz zugegangen“, erklärt er das Zustandekommen der Kooperation.

Positives Image für Landwirte

„Wir machen die Erfahrung, dass die fünf Milchautomaten, die wir im Landkreis inzwischen haben, insgesamt ein positives Image für die Landwirtschaft erzeugen, was uns sehr freut“, berichtet Sabine Wilke vom Verein für Regionalentwicklung von ihren Erfahrungen. Lotta konnte zu der ganzen Thematik nicht befragt werden. Sie ist zu keinem Statement bereit. Wer sie allerdings besuchen möchte, um einmal zu sehen, wo die Milch herkommt, der ist bei Familie Rautenkranz im Memelweg 1 in Waldkappel-Schemmern willkommen.

 

Bild: (c) Benninghof

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